Die Europäische Gesellschaft für Katholische Theologie ist ein internationaler Zusammenschluss katholischer Theologinnen und Theologen.

Die Gesellschaft versteht sich als offenes Forum für den theologischen Dialog in Europa. Sie pflegt den Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern, insbesondere über Arbeitsvorhaben und -ergebnisse in der wissenschaftlichen Theologie. Sie unterstützt die Forschung innerhalb der theologischen Fächer und regt die interdisziplinäre Arbeit im Interesse der theologischen Wissenschaft insgesamt an. Sie sucht die Zusammenarbeit mit den bestehenden theologischen Arbeitsgruppen und nationalen wie internationalen theologischen Gesellschaften. Sie ist ökumenisch orientiert, sucht das Gespräch mit anderen Religionen und fördert den interkontinentalen theologischen Dialog.

Die Deutsche Sektion wurde 1991 gegründet. Sie zählt zur Zeit 190 Mitglieder. In den aktuellen Vorstand wurden auf dem letzten Kongress vom 17.-20. September 2015 in B-Leuven Karlheinz Ruhstorfer (Vorsitzender), Patrick Becker, Martin Kirschner und Hilary Mooney gewählt. 

Die bisherigen Vorsitzenden waren:

Prof. Dr. Theodor Schneider, Mainz (1991-1995)
Prof. Dr. Albert Franz, Dresden (1995-2005)
Prof. Dr. Werner Tzscheetzsch, Freiburg (2005-2006)
Prof. Dr. Joachim Schmiedl, Vallendar (2006-2015)

Die Deutsche Sektion der Europäischen Gesellschaft für katholische Theologie lädt zu einer theologischen Fachtagung ein unter dem Titel

Religiöse Pluralisierung – gesellschaftliche Polarisierung – politische Desintegration.
Die Krise Europas als Herausforderung für die Theologie

vom 3. bis zum 5. November 2016 in Stuttgart/Hohenheim ein. Zur Ausschreibung 

Aus dem Rundbrief zum Advent 2015:

»Wir können nicht ignorieren, dass durch die Einwanderung nach Europa und Deutschland eine neue gesellschaftliche und religiöse Wirklichkeit entsteht. (...) Menschen mit anderem, kulturellen, politischen, sozialen und nicht zuletzt religiösen Hintergrund sind unsere neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Gerade uns Theologinnen und Theologen wächst dabei die Aufgabe zu, Brücken zu bauen und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das freiheitliche Wertegefüge Europas einzutreten. (...) Es gilt, in den entsprechenden Diskussionen über das ›Betriebssystem‹ Europas und Deutschlands – als Theologinnen und Theologen – mitzumischen. Wir müssen neue Wege aufzeigen, wie wir die Fremden in unserer Mitte integrieren, ohne sie zu vereinnahmen.«

für den Vorstand: Prof. Dr. Karlheinz Ruhstorfer